Fortschritt als Tradition

Kupfer

Eigenschaften
Das hellrote Metall besticht vor allem durch seine hervorragende elektrische und thermische Leitfähigkeit. Zudem besitzt es eine hohe Dehn- und Verformbarkeit. Daneben ist es Bestandteil vieler Legierungen wie z.B. Messing (mit Zink), Bronze (mit Zinn) und Neusilber (mit Zink und Nickel), Schmelzpunkt: 1.083,4° C, Siedepunkt: 2.567° C, spezifisches Gewicht: 8,96 g/cm³.

Vorkommen
Kupfer (Cu) zählt zu den ältesten bekannten Metallen. Die Bezeichnung geht auf Cyprus (Zypern) zurück, wo im Altertum Kupfer gewonnen wurde.

Die Länder mit der größten Bergwerksproduktion sind heute Chile, Peru, USA, Kanada, Australien, VR China, Indonesien, Russland, Polen sowie auf dem afrikanischen Kontinent Sambia und Kongo.

Verwendung
Die wichtigsten Anwendungsbereiche sind die Elektro- und Elektronikindustrie, die Bauindustrie, das Transportwesen und der Maschinenbau.

Handelsformen
Die übliche Lieferform von raffiniertem Kupfer ist die Kathode. In der ersten Verarbeitungsstufe sind Gießwalzdraht, Rundbolzen und Walzplatten von Bedeutung.

Blei

Eigenschaften
Blei ist äußerlich ein eher unscheinbares, graues Metall, das bereits bei 327,5°C schmilzt.  Der Siedepunkt liegt bei 1.740°C. Die Dichte von Blei beträgt 11,342 g/cm³. Physikalisch gesehen ist Blei eines der weichsten Metalle und weist eine große Dehnbarkeit bei gleichzeitig geringer Elastizität auf.

Vorkommen
Blei kommt in der Natur im Regelfall in Verbindungen mit anderen Metallen vor, wobei der deutlich häufigste Zusammenschluß mit Zink gegeben ist. Man nennt sie deshalb umgangssprachlich „Schwestermetalle“.

Verwendung
Der mit Abstand größte Verbrauch von Blei entfällt auf die Herstellung von Starterbatterien für Fahrzeuge jedweder Art, als auch für industrielle Zwecke und Spezialanwendungen wie
z. B. Notstromversorgungseinrichtungen oder die Speicherung von Strom aus Solarenergieanlagen. Darüber hinaus findet Blei Verwendung in der Bauindustrie, der Glasindustrie, im Chemiebereich und der Kabelindustrie.

Handelsformen
Blei wird zum ganz überwiegenden Teil in Form von Blöcken gehandelt, die je nach Erzeuger zwischen 25 und 50 kg pro Stück wiegen. Die in der DIN EN 12659 genormten Reinheitsgrade für Raffinadeblei reichen von PB 99,94 bis PB 99,99 %. Darüber hinaus wird Blei noch hergestellt nach der DIN EN 12548 / DIN 17640 Teil 2 für Legierungen mit Zusätzen wie Antimon, Tellur und Kupfer.

Aluminium

Eigenschaften
Aluminium ist ein silberweißes Metall mit nur geringer Dichte, das erst im Jahre 1808 entdeckt wurde. Bei nur geringem Gewicht und hoher Festigkeit hat es eine gute Leitfähigkeit von Strom und Wärme sowie besondere Korrosionsbeständigkeit gegenüber Wasser und Chemikalien. Aluminium ist gesundheitlich unbedenklich und kommt in der Natur in Verbindung mit verschiedenen Elementen vor. Der Schmelzpunkt liegt bei 660,4°C und der Siedepunkt bei 2.467°C. Die Dichte von 2,7 g/cm³ zeigt den Typus als Leichtmetall deutlich.

Vorkommen
Aluminium ist mit einem Anteil von 7,57 Gewichtsprozent das häufigste Metall in der Erdkruste. Man findet Aluminium in der Natur nie in Reinform, sondern stets an Sauerstoff gebunden. Es ist allgegenwärtig in Feldspäten und Glimmern oder in deren Verwitterungsprodukten. Das wohl bekannteste Aluminium-Mineral ist Bauxit, das ausschließlich im Tagebau gewonnen wird. Bei Bauxit handelt es sich um ein erdiges Sedimentgestein, das in seiner Zusammensetzung starke Schwankungen aufweist. Im wesentlichen setzt es sich aus Aluminiumoxid (40-60 %), Eisenoxid (5-30 %) und Siliciumoxid (1-15 %) zusammen. Das Eisenoxid bedingt die meist rötliche Färbung von Bauxit. Abbauwürdige Bauxit-Vorkommen findet man in Brasilien, China, Australien, Neu-Guinea, in Westafrika und Indien.

Verwendung
Aluminium ist dank seiner geringen Dichte, hohen Leitfähigkeit, Korrosionsbeständigkeit und leichter Bearbeitbarkeit vielseitig einsetzbar. Den größten Anteil am Aluminiumverbrauch weist der Verkehrssektor auf, wo es im Leichtbau von Automobilen, Nutzfahrzeugen, Flugzeugen etc. Einsatz findet. Weitere Verwendung findet Aluminium im Bauwesen (Fassadenverkleidungen, Dach- und Wandsysteme) sowie im Maschinenbau und in der Verpackungsindustrie. Verpackungen aus Aluminium gibt es aufgrund seines geringen Gewichtes, der Undurchlässigkeit und der guten Verformbarkeit in einer Vielfalt von Formen für die verschiedensten Füllgüter.

Handelsformen
Aluminium wird als Press-, Walzbarren oder als Masseln nach unterschiedlichsten Kundenvorgaben angeboten. Weiterhin kommt es in Form von Halbzeug, Legierungen oder in flüssiger Form auf den Markt. An den Börsen werden jeweils 25-t-Kontrakte gehandelt.

Zinn

Eigenschaften
Zinn ist ein hell glänzendes, silberweißes Metall, dessen Schmelzpunkt mit 231,9°C noch deutlich niedriger liegt als der von Blei. Der Siedepunkt liegt aber erst bei 2.270°C. Das spezifische Gewicht von Zinn beträgt je nach Kristallstruktur 5,769 g/cm³ oder 7,265 g/cm³. Charakteristisch für Zinn sind seine hohe Geschmeidigkeit und Dehnbarkeit, die das Auswalzen von Zinn zu extrem dünnen Folien ermöglicht, sowie die geringe Oberflächenspannung, die zu sehr dünnen Überzügen, z. B. für Stahl, genutzt werden kann.

Vorkommen
Der Kassiterit (oder Zinnstein) ist das wichtigste Zinnmineral. Daneben ist noch, wenn auch von geringerer Bedeutung, Zinnkies (Stannit) zu nennen. Hauptförderländer für diese Rohstoffe sind die VR China, Indonesien, Peru und mit einigem Abstand Brasilien, Malaysia, Thailand und Bolivien.

Verwendung
Hauptverbrauchsgebiet ist der Lötzinnsektor, in dem mittlerweile mehr als 50 % des erzeugten Raffinadezinns verbraucht werden. Weitere wichtige Verwendungsgebiete sind die Blechverzinnung und die Chemikalienherstellung, außerdem ist es Bestandteil verschiedener Legierungen.

Handelsformen
Reinzinn wird weltweit überwiegend standardisiert gehandelt in Form von Blöcken mit einem durchschnittlichen Gewicht von ca. 25 kg. Die typische Reinheit ist 99,9 % Sn min., darüber hinaus gibt es Einschränkungen wie z. B. max. 100 ppm oder max. 50 ppm Blei. Gelegentlich werden auch Spezifikationen auf Kundenwunsch hin gefertigt. Es gibt zwar hier in Europa die DIN EN 610 als Basisnorm, die aber im internationalen Herstellungsprozess nicht wirklich eine Rolle spielt. Allerdings bemühen sich die meisten Produzenten um eine größtmögliche Annäherung an diese Norm.

Nickel

Eigenschaften
Das silberglänzende, leicht gelbstichige Metall gehört zu den ferromagnetischen Metallen. Nickel hat einen Schmelzpunkt von 1.455°C, der Siedepunkt liegt bei 2.730°C. Sein spezifisches Gewicht beträgt 8,908 g/cm³. Reines Nickel ist sehr korrosionsbeständig, schmiedbar und verformbar. Aus seinen chemischen Eigenschaften ragt sein katalytisches Verhalten heraus, das durch seine hohe Aufnahmefähigkeit von Wasserstoff gekennzeichnet ist. Außerdem legiert sich Nickel leicht mit Eisen, Kupfer, Kobalt und einigen anderen hochschmelzenden Metallen.

Vorkommen
Trotz zahlreicher Nickelmineralien haben nur wenige eine rohstoffwirtschaftliche Bedeutung, wichtig sind in diesem Zusammenhang der Pentlandit und der Garnierit. Bei den Lagerstätten differenziert man zwischen magmatischen (sulfidischen) Erzen (Kanada, Russland, Australien) und laterititschen (oxidischen) Verwitterungserzen (Neukaledonien, Indonesien, Kuba). Obwohl mehr oxidische als sulfidische Erze existieren, werden letztere in größeren Mengen abgebaut. Ursächlich hierfür ist der geringere Energieverbrauch bei der Aufbereitung und der Verhüttung dieser Art von Erzen. Des Weiteren enthalten sie wertvolle Nebenprodukte (Cu, Co, Pt-Metalle).

Eine führende Position unter den Erzförderländern haben Russland und Kanada. Nennenswerte Bergwerksproduktion gibt es neben den oben genannten Staaten noch in der VR China, der Dominikanischen Republik und Südafrika.

Verwendung
Das mit Abstand wichtigste Einsatzgebiet von Nickel ist der Edelstahlbereich, in den mehr als die Hälfte des Verbrauchs fließen. Außerdem dient es bei galvanischen Vernickelungen von Werkstoffen dem Korrosionsschutz. In der chemischen Industrie findet Nickel seine Verwendung als Katalysator beispielsweise bei der Erdölverarbeitung. Auch in der Automobilindustrie kommt es zunehmend bei der Hybridtechnologie zum Einsatz.

Handelsformen
Es ist zwischen zwei wichtigen Qualitäten zu unterscheiden – der Klasse I mit dem Hüttennickel 99,0 – 99,9 % Ni und der Klasse II, zu der u. a. Ferronickel mit 20 – 60 % Ni sowie Nickeloxid gehören.

Die gebräuchlichste Form von Elektrolytnickel (mind. 99,8 % Ni) sind geschnittene Kathoden.

 
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